Geschichte

Bodenständig und der Familientradition verpflichtet, so kann man in Kürze den Stil charakterisieren, in dem Guido und Maria Weckmann das Hotel- Restaurant "Urfter Hof" mittlerweile in der 5. Generation führen.

Die erste Rechnung des Hauses datiert 1866 und ist an Herrn Heinrich Peters gerichtet.

Unter dem Namen Weckmann wird unser Haus seit 1899 geführt. Um Ihnen einen Gang durch unsere Familiengeschichte zu ermöglichen, haben wir in unseren Analen geforscht und dabei wundervolle Gerichte zusammengetragen – ein ganz typisches  von jeder Generation. Wir laden Sie nun herzlich dazu ein, sich mit den typischen Speisen auf einen Gang durch die Geschichte unseres Hauses zu begeben.

Panhas –auch Pfannenhase genannt ist das Lieblingsgericht von Heinrich Peters gewesen. Früher wurde dafür einfach die Wurstsuppe mit Buchweizen angedickt und mit Gewürzen wie Majoran, Nelken und Piment herzhaft abgeschmeckt. Er war Fleischersatz und äußerst beliebt. Der Küchenchef Guido Weckmann hat diesem Gericht neuen Glanz verliehen. Zu seiner Herstellung verwendet er ausgesuchte Blut- und Leberwürste, aufgetischt wird er mit Röstzwiebeln und Rübenkraut. Er schmeckt wirklich lecker – sie sollten ihn sich nicht entgehen lassen.

Katharina Weckmann folgte dem Peter. Sie hatte harte Zeiten zu durchstehen, obwohl Urft sich in dieser Zeit dank der Eisenbahnlinie zu einem lebendigen Zentrum entwickelte. Es gab allein 3 Lebensmittelgeschäfte – eines davon im Hause - , 2 Bäckereien und 1 Metzgerei. Urft war damit das Einkaufszentrum für alle umliegenden Dörfer und Weiler. In diesen Zeit fällt aber auch  der 1. Weltkrieg und damit das Steckrübenjahr 1916/17, einem Jahr in dem ganz Deutschland sich ausschließlich von der Steckrübe ernährte. Und deswegen ist die dann von unseren Speisezetteln verschwunden und kommt nun langsam wieder zurück. In unserem Hause in Form einer leckeren Steckrübensuppe – allein Ihre Aussehen im samt-apricot ist schon eine Augenweide mal ganz abgesehen von dem wunderbaren Geschmack. Alternativ, weil die Steckrübe nur im Herbst und Winter verfügbar ist, bieten wir ein leckeres Monschauer Ur-Senf Samtsüppchen, weil auch zu damaliger Zeit schon der Most Mann umherzog und die Haushalte mit Gewürzen versorgte.

Spezialitäten der 3. und 4. Generation sind die Ferkesbuchroulade und Mutter Josi s Schichtkohl. Kraut war das Gemüse, das in der Eifel einfach gut gedieh und so ziemlich das ganze Jahr verfügbar war; sei es frisch oder in Form von Sauerkraut. Und weil wir gerade bei der Lagerhaltung sind: Wir Weckmänner und -frauen verfügen noch heute über einen Keller auf der anderen Straßenseite, der unterirdisch gelegen ist und eine wunderbare Luftfeuchtigkeit -dank seiner Mauern aus Naturstein- besitzt. Hier wird unser Gemüse zwischengelagert und hält sich einfach viel besser als anderswo. Aber zurück zu unserer Ferkesbuchroulade.  Schweinbauch mit Sauerkraut gefüllt wird scharf angebraten und dann im Backoffen gegart. Und für den Schichtkohl mit leckerer Specksoße unserer Mutter sind wir weit bekannt; er ist unsere Hausspezialität.

 

Küchenmeister Guido will  Ihnen schließlich noch auf dem Menügang durch unsere Generationen einen Nachtisch ans Herz legen: unseren Grießpudding mit hausgemachter Holunderlikör.

Ein Genuss für jeden Gaumen.